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IMDb-Week Teil 9 - Film & TV-Blog

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IMDb-Week Teil 9
Die 250 besten Filme aller Zeiten

(Image)In der mittlerweile neunten Ausgabe der IMDb-Week behandeln wir die Plätze 210 bis 206. So werden wir zusammen unter anderem den Klassiker "Achteinhalb", den Actionfilm "12 Monkeys", aber auch das Meisterwerk "Shutter Island" genauer unter die Lupe nehmen. Wie mir diese und zwei weitere Filme gefielen, erfahrt ihr in diesem Blog.


#210 - 12 Monkeys
(Image)Terry Gilliam, Mitbegründer und Mitglied von Monty Python, drehte 1995 diesen Film nach einem Drehbuch von David Webb und Janet Peoples, welches wiederum auf dem französischen Kurzfilm "Am Rande des Rollfelds" basiert. "12 Monkeys" spielt im Jahr 2035 - in der Postapokalypse. Ein schreckliches Virus tötete 1996 und 1997 über 5 Milliarden Menschen und löschte so fast die gesamte Menschheit aus. Die Menschen im Jahr 2035 leben unter schlimmen Zuständen und versuchen mit Zeitreisenden mehr über das Virus zu erfahren. So wird der ehemalige kriminelle James Cole in die Vergangenheit geschickt um die Gruppierung "12 Monkeys", die das Virus in Umlauf gebracht haben soll, aufzuhalten. Als er bei diesem Versuch in eine geschlossene psychiatrische Anstalt eingewiesen wird, nimmt das Chaos seinen Lauf. James Cole wird von niemand Geringerem verkörpert als Legende Bruce Willis. Dieser spielt seine Rolle zwar hervorragend, aber dennoch in keinem Vergleich zu Brad Pitt, der seine Rolle als Patient der psychiatrischen Einrichtung so überzeugend spielt, dass man es als Zuschauer mehrere Male mit der Angst zu tun bekommt. Dieser starke Eindruck wird durch den hervorragenden Einsatz der Kamera verstärkt, die gefühlt jede Szene schief abfilmt. Durch diese Technik und den gekonnten Einsatz der Filmmusik erzeugt der Film eine grundsolide Atmosphäre, die sich die vollen 130 Minuten über hält. Leider tut es die Spannung ihr nicht gleich und fällt zwischenzeitlich - vor allem im mittleren Drittel des Films - immer wieder ab. So kam es, dass man sich immer wieder gezwungen sah, sich erneut in die Handlung hineinzudenken, was bei der sehr guten cineastischen Umsetzung nur selten schwer fiel. So kriegt der Film von Terry Gilliam gute 8 von 10 möglichen Punkten.


#209 - Stalker
(Image)Der Science-Fiction Film "Stalker" entstand von 1978 und 1979 unter der Regie von Andrei Arsenjewitsch Tarkowski, einem sowjetischen Regisseur. Er handelt von der "ZONE", einem Gebiet, in dem vor Jahren etwas Merkwürdiges passiert ist. Niemand weiß genau, ob dort Außerirdische gelandet sind, oder es sich doch nur um einen mysteriösen Meteoritenabsturz handelt. Der Fremdenführer - genannt "Stalker" - führt 2 Männer in und durch diese Zone. Dieser Trip wird für alle 3 eine Reise in ihr Innerstes. Regisseur Tarkowski legt an "Stalker" einen sehr hohen künstlerischen Anspruch, den man als Zuschauer sofort bemerkt. Dieser Anspruch lässt sich an langen und teils starren Kameraeinstellungen, vielen Monologen und einer ausgeprägten Bildsprache festmachen. Trotz dieser wunderbar eingesetzten filmischen Stilmittel hat mich der Film oft verloren und hat es leider nur selten geschafft mich wieder in die Handlung hineinzunehmen. So haben sich die 163 Minuten für mich sehr gezogen und haben "Stalker" zu einer Aufgabe degradiert. Denn eigentlich sind die Aussage sowie die handwerkliche Umsetzung der Idee gut gelungen. An einigen Stellen wirkt der Stil des Films auf mich trotzdem zu abgehoben und "kunstüberladen", falls es so einen Kritikansatz überhaupt geben kann. Ihr seht, ich bin mir uneinig mit einem Film, den ich sicher noch ein zweites Mal sehen werde und gebe ihn so zum jetzigen Zeitpunkt nur mittelmäßige 6 von 10 Punkten.


#208 - Infernal Affairs
(Image)"Infernal Affairs" ist ein 2002 entstandener Thriller aus Hongkong. Der unter den Regisseuren Andrew Lau und Alan Mak entstandene Film handelt von einem Undercover-Ermittler, der den Chef der Triaden - Hon Sam - ausspionieren soll. Dieser Ermittler hat aber selbst vor einigen Jahren Spitzel in die Polizei eingeschleust, um diese auszuspionieren. Diese gegenseitige Beschattung wird beiden Seiten im Laufe der Geschichte bewusst und erzeugt so eine große Spannung inner- und außerhalb beider befeindeter Gruppen. So lässt sich die Grundhandlung des 97 Minuten langen Thrillers zusammenfassen. Eine gut eingesetzte Kamera sowie teils unterstützende Musik verleihen dem Streifen zunächst eine intensive Stimmung. Diese wurde aber für mich immer wieder durch teils eher mittelmäßige Schauspieler, einem gewöhnungsbedürftigen Schnitt und einigen sehr obsolet wirkenden Dialogen zerstört. Trotz der eigentlich kurzen Laufzeit kam mir "Infernal Affairs" viel länger vor, als er sollte. Der sehr vielschichtigen Handlung konnte ich aufgrund der oben genannten Kritikpunkte nur sehr lückenhaft folgen. So blieb am Ende nicht viel vom Film übrig, der leider nur 6 von 10 Punkten von mir bekommt.


#207 - Achteinhalb
(Image)Der Klassiker "Achteinhalb" stammt aus dem Jahr 1963 und geht gute 2 Stunden. Der von Regisseur-Urgestein Frederico Fellini selbst geschriebene und umgesetzte Film handelt vom Regisseur Guido Anselmi, der in einer Schaffenskrise steckt: Er schafft es nicht sein derzeitiges Filmprojekt zu vollenden. Um neue Kraft zu schöpfen, zieht er sich in einen Kurort zurück, in den ihn aber nach und nach alle Personen und Probleme, vor denen er flieht, folgen. Der Regisseur realisiert, dass er nicht fliehen kann, und flüchtet sich so in Tagträume. Man merkt schon anhand der Handlung, dass "Achteinhalb" große autobiografische Bezüge zum Regisseur Fellini bereithält. Dieser hatte das Problem, dass er zwar alle Gedanken und Aussagen für einen Film beisammen hatte, jedoch keine Handlung. Da ihm dieser wichtige Grundpfeiler fehlte, entschloss er sich seine Schaffenskrise selbst zum Thema seines neuen Films zu machen. Ein großes Problem an "Achteinhalb" war für mich, dass er vor allem im mittleren Drittel einige Längen zu beklagen hat, die den Film meiner Meinung nach unnötig strecken. Trotzdem ist anzumerken, dass die Kameraarbeit, die Musik des Films aber auch der Schnitt grandios sind und dem Film ohne große Handlung dennoch eine ungeheure Wirkung verleihen. Die schauspielerische Leistung von Marcello Mastroianni als Regisseur Guido ist hervorragend, auch die atemberaubende Claudia Cardinale spielt ihre Rolle als Claudia überzeugend. Aufgrund der Tatsache, dass ich leider zu oft aus der Handlung herausfiel, gebe ich "Achteinhalb" nur 7 von 10 möglichen Punkten.


#206 - Shutter Island
(Image)"Shutter Island" kam 2010 in die internationalen Kinos und basiert auf dem gleichnamigen Roman von Autor Dennis Lehane. Umgesetzt wurde der Psycho-Thriller von Mastermind Martin Scorsese und handelt von Edward Daniels, einem US-Marshal. Dieser untersucht zusammen mit seinem Kollegen im Jahre 1954 die Insel Shutter Island, da aus der auf ihr gelegenen Heilanstalt für psychisch kranke Straftäter die Patientin Rachel ausgebrochen ist. Schnell wird den beiden Ermittlern klar, dass es auf der Insel nicht mit rechten Dingen zugeht. Das Meisterwerk aus dem Hause Scorsese erzeugt gleich am Anfang des Films eine großartige Atmosphäre. Die Insel Shutter Island wird so düster und bedrohlich dargestellt, dass der Zuschauer gleich in den ersten Sequenzen des Films eingeschüchtert wird. Diese wunderbar umgesetzte Erzeugung von Spannung und Atmosphäre zieht sich durch den kompletten gut 2 Stunden langen Film. Unterstützt wird diese durch eine grandiose Filmmusik, der hervorragend eingesetzten Kamera sowie den überdurchschnittlich guten Szenenbildern und Kostümen. Aber am meisten beeindruckt hat mich der Schnitt von "Shutter Island", da dieser in vielen Szenen so hart und in wunderbarer Symbiose mit der Musik angesetzt ist, dass man als Zuschauer schnell dem Film verfällt. So kriegt der Psycho-Thriller sehr gute 9 von 10 Punkten.


Das war es für dieses Mal von der IMDb-Week. Was sagt ihr zu den hier vorgestellten Filmen; habt ihr sie bereits gesehen, wollt ihr sie noch anschauen, oder reizt euch keiner der Streifen? Was haltet ihr von meinen Bewertungen, grade in den Fällen Infernal Affairs und Stalker interessiert mich eure Meinung! Ich bin gespannt auf eine interessante Diskussion!

Wie immer findet ihr hier die Liste aller bisher von mir rezensierten Filme der IMDb-Top 250.

Für den interessierten Leser gibt es an dieser Stelle wie jedes Mal die 5 Filme, die in der nächsten Ausgabe der IMDb-Week behandelt werden: Der Fremde im Zug, The Imitation Game, Donnie Darko, Das Bourne Ultimatum und Marvel's The Avengers. Viel Spaß beim Film!

Lenn
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Lenn
16. Aug 2015, 12:10 Uhr
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